blauschwarzberlin: Letzte Lektüren - Neue Texte Podcast #33 Oktober 2021

Shownotes

Nach einer gefühlten Ewigkeit sprachen wir in Folge 33 unserer Letzten Lektüren über Literatur die von den Rändern her kommt. Wir remixen ein Gedicht auf der Suche nach dem einen, wahren Satz. Doch statt Worte zu Gold verwandelt sich Wut in Scham. Ganz am Rand unseres Bewusstseins flackert das Leben unserer Eltern vor unserer Geburt. Um das zu ergründen, muss man manchmal weit zurück, bis auf die langen Flure einer kommunistischen Kaderschmiede in Italien. Doch lass dir Filter wachsen für das, was du finden könntest in dieser Welt. Sonst landest du eventuell am Ende in der Psychiatrie, am Nullpunkt der Gefühle. Oder spritze dir Hasen-Gene und werde schneller besser weiter und bekomme gleich noch etwas dickes Fell. Doch wenn die Mutter den eigenen Vater umbringt, wird dir auch das nichts nützen. Dann bleibst du selbst am Rand, so sehr du auch schreist. Klingt nicht verlockend? Stimmt. Aber mit der Lolita auf dem Bauernhof wollen wir auch nicht tauschen. Trotz der schönen Sprache. Am Ende müssen wir erkennen, dass Lieben in Berlin schon damals fast unmöglich war. Also wieder fliehen, bis an den Rand der Welt?

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.