blauschwarzberlin. Der Literaturpodcast Folge #43 & #44

Shownotes

In unserer Doppelfolge zum Herbstanfang sprechen wir über zeitlose Gedichte aus Albanien, die brennend politisch sind. Es geht viel um Liebe, um Liebeskummer, um Onlinedating und die Ebene dahinter, um die Liebe zu Berlin und die Frage, warum wir uns genau hier begegneten. Sind wir vielleicht sogar geflohen? Aus einer Klasse und einem Milieu? Édouard Louis und Marlen Hobrack treffen sich in diesen Fragen, ganz ohne Scham, aber mit einem wachen, ehrlichen Blick. Den hat auch Christine Koschmieder, wenn sie (zu) tief ins Glas auf ihr eigenes Leben schaut. Mutig! Doch Geschichte kann auch ganz anders erzählt werden. Als Stimmgabe derer, die nicht mehr sprechen können, weil sie deportiert wurden oder auf ewig stumm gemacht sind in den Museen, nicht nur in Wien, aber dort ganz besonders. Und so hören wir aus der Ferne die Kaiserin, die jung Gestorbene, hören die Hufschläge ihrer Pferde als Echo in unserem Lesen. Dürfen wir darüber sprechen, auch wenn wir kein „von“ im Namen tragen? Gute Frage. Bis die geklärt ist, bleiben unsere Lektüren die schönste Aneignung. Viel Spaß beim Hören!

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