blauschwarzberlin. Der Literaturpodcast Folge #70

Shownotes

Wir sind 70 geworden! Also nicht Jahre, aber Folgen. Wie immer beginnen wir mit Lyrik, diesmal von Hilde Domin, das beste Geheimrezept gegen den seelischen Januar. Dank Liv Strömquists bestechend klugen Bildgeschichten lernen wir etwas über absurde Morgenroutinen und das spätkapitalistische Heilungsparadox. Ganz hin und weg sind wir von den Umlaufbahnen der aktuellen Booker Preisträgerin Samantha Harvey. Also richtig weit weg. Bis in den Weltraum führt uns diese schwebende Prosa. In ihrem zweiten Roman entwirft Lene Albrecht die Kolonialgeschichte einer Familie als tastende Suchbewegung. Das leuchtet unmittelbar ein, denn Romane sind meistens dann gut, wenn sie Fragen stellen, statt Antworten zu geben. Mit Johanne Lykke Holms Figuren wäre Maria gern befreundet, auch wenn sie ihre Geheimnisse nur in wohlduftenden Scheibchen offenbaren. Frauen lesen anders, weiß Ruth Klüger. Ihre Essays sind auch nach dreißig Jahren (Ludwig, rechnen lernen!) immer noch aktuell und weiten den Blick auf Werke, die mehr oder weniger zu Recht als Klassiker gelten. Eine Empfehlung für Judith Kellers herrlich verrückte Kurzprosa bildet den Abschluss dieser Jubiläumsfolge. Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!

Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin

Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin

© blauschwarzberlin 2025

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