blauschwarzberlin. Der Literaturpodcast Folge #80 Januar 2026

Shownotes

Wir begrüßen euch mit Folge 80 im neuen Jahr und stellen gleich zu Beginn eine der großen Fragen der Winterlesezeit: Lieber dicke, alte oder dünne, neue Bücher? Danach steigt Ludwig ein mit einem Oscar-nominierten Lyriker und Gedichten, die zwischen Realismus und Naturmythologie flimmern wie Nordlichter am Nachthimmel. Lange hat Maria gezögert, öffentlich über Joan Didion zu sprechen. Mit den posthum erschienenen „Notizen für John“ wagt sie nun diesen Schritt. Besser spät, als nie! Das können wir auch über die Lektüre von Christopher Isherwood sagen. Der ist Ende der 1920er Jahre wegen der größeren Freiheit von London nach Berlin gezogen. Und 1933 verließ er es, kurz nach der Bücherverbrennung. Wie er von diesen vier Jahren erzählt, zeugt von großer, trauriger Philanthropie und weckt Berlin-Sehnsucht, selbst bei denen, die hier wohnen. Bis nach Garmisch-Partenkirchen führt uns Jaqueline Kornmüllers erster Roman. Eine Geschichte, geboren in bitterster Armut und dennoch geradezu strotzend vor Zuversicht und Lebensglück. Das wird man in David Wojnarowicz‘ Waterfront Journals nur selten finden. Warum die nun endlich erschienene Erstübersetzung dieser Texte aus dem New York der 70er Jahre trotzdem so lesenswert sind, wird in unserem Gespräch hoffentlich deutlich. Zum Schluss empfiehlt Maria Mäuse als großartige Erzählstimmen einer Familie zwischen Russland und den USA und Ludwig den ersten (!) wissenschaftlichen Sammelband zum Thema Literatur und Podcast.

Wir wünschen euch wie immer viel Spaß beim Hören und einen sanften Start ins neue Lesejahr.

Und vielen Dank an die Stabi unter den Linden für die Bücherbehausung!

Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin

(c) blauschwarzberlin 2026

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