blauschwarzberlin. Der Literaturpodcast Folge #81 Februar 2026
Shownotes
Nach unserer Sonderfolge zum Wortmeldungen Literaturpreis sind wir nun ganz regulär wieder in der Stabi und sprechen über sieben Bücher, die uns im letzten Monat beschäftigt und begeistert haben. Maria beginnt mit Lyrik von Warsan Shire, die ihr so vertraut vorkommt und doch ganz neu ist. Vielleicht liegt es an ihrer Wahrhaftigkeit? Bei Ludwig wird es sportlich in dieser Folge mit Res Siguschs Romanfigur Christian. Der kann seine Ängste nicht wegtrainieren und wirkt am Ende trotzdem stärker als erwartet. Kein so gutes Ende nimmt die Geschichte des argentinischen Autors Jorge Barón Biza, sowohl im Roman wie im echten Leben. Denn auch an alten Wunden kann man Sterben. Was der Gier nach Erfolg und der Leistungswille mit dem Körper von Mädchen und jungen Frauen anrichtet, erzählt Son Lewandowski schmerzhaft präzise - wie literarischen Spitzensport. (Und kleine Korrektur: es gibt vier Disziplinen im Bodenturnen: Stufenbarren, Schwebebalken, Sprung und Boden.) Auch beim nächsten Buch spielt Schmerz eine zentrale Rolle, wenn Maggie Nelson sich einer oralen Lehre des Leidens verweigert und Maria dabei direkt hinter die Stirn trifft. Zum Schluss empfiehlt Ludwig Texte und Reden der hellwachen, politisch sehr klaren Nino Haratischwili. Maria beendet die Folge mit Esther Becker und einer Feier der Kunst der kurzen Form. Wir wünschen euch viel Freude beim Hören und danach ein gutes Lesen! Schreibt uns gern, welche Lektüren aus der Folge euch eine Weile begleitet haben.
Eure Maria und euer Ludwig von blauschwarzberlin.
Eine Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin.
(c) blauschwarzberlin 2026
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